Das Fundament aus modrig fahlen Knochen
wird übersät mit unschuldigem Gras
indes kommt weißer Nebel angekrochen
und aus dem Grund klingt leis ein Pochen
mir ist als rieche es nach Gas
Mir ist als hört ich tausend Schreie
aus der Vergangenheit, sie schluckt der Nebel
mir ist als stünden Menschen lang in Reihe
wie eine Prozession, wie eine Weihe
ihren Ruf erstickt der weiße Knebel
Und aus der Reihe löst sich still eine Gestalt
geht auf mich zu , es ist ein Kind
in seinem Mund ist Lehm, es riecht nach Wald
es spricht zu mir und mir wird kalt
du weißt warum wir hergekommen sind
Wir sind gekommen euch zu mahnen
gedenkt was einst in diesem Land geschah
denn ihr vergesst was eure Ahnen
geschehen ließen- schwenkt die Fahnen
doch unsre fahlen Knochen sind noch da
In die Menschenkette reiht sich wieder ein
das fahle blasse Kind
sie ziehen weiter in den Nebel, werden klein
und ich steh auf der Wiese ganz allein
dann löst der Nebel sich und es bläst kalt der Wind
Stefan Fuchs
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